So sieht ein Webum Kurzcheck aus
Das folgende Beispiel zeigt, wie ein Webum Kurzcheck in der Praxis aussieht, anhand einer fiktiven, aber realistischen Ausgangssituation. Der Kurzcheck ist kostenlos und dient als erste Einschätzung, nicht als vollständige Analyse.
Ausgangssituation
Ein Sanitär- und Heizungsbetrieb aus dem Raum Stuttgart. Das Unternehmen besteht seit 22 Jahren, hat 9 Mitarbeiter und führt Installationen, Wartungen und Badsanierungen durch. Die Website wurde 2016 von einer lokalen Agentur erstellt und seitdem kaum verändert.
Der Inhaber weiß, dass die Website nicht mehr zeitgemäß ist, kommt aber nicht dazu, das anzugehen. Anfragen kommen hauptsächlich über Empfehlungen und einen alten Google My Business-Eintrag.
Was Webum beobachtet hat
Im Kurzcheck werden keine tiefgreifenden technischen Analysen durchgeführt. Der Fokus liegt auf dem ersten Eindruck, der Verständlichkeit und offensichtlichen Schwachstellen.
Die Startseite zeigt einen großen Slider mit drei Fotos, von denen keines konkrete Arbeit des Betriebs zeigt. Die Headline lautet "Herzlich willkommen" ohne weitere Information, was das Unternehmen genau macht. Ein Besucher, der die Firma nicht kennt, versteht in den ersten Sekunden nicht, ob es sich um ein Installationsunternehmen, einen Heizungsbauer oder einen allgemeinen Gebäudehandwerker handelt.
Unklare Besucher springen ab, bevor sie erfahren, was der Betrieb überhaupt anbietet — die wichtigste Werbewirkung der Seite verpufft in den ersten Sekunden.
Eine klare Headline mit Betrieb, Leistung und Region statt des Sliders — z. B. "Sanitär- und Heizungsbetrieb in Stuttgart" direkt sichtbar, ohne Scrollen oder Warten auf den Bildwechsel.
Es gibt eine Seite "Leistungen" mit einer langen Liste von Stichworten. Was genau angeboten wird, für wen und in welchem Umfang, lässt sich daraus nicht ableiten. Badsanierung ist erwähnt, aber es gibt kein einziges Beispielbild und keine Beschreibung des Ablaufs.
Ohne Beispiele oder Ablaufbeschreibung bleibt der Umfang der Leistung abstrakt — Interessenten können den Wert des Angebots nicht einschätzen und fragen im Zweifel gar nicht erst an.
Badsanierung als eigene Unterseite mit 1–2 Projektfotos und einer kurzen Ablaufbeschreibung (Beratung → Planung → Umsetzung) statt der reinen Stichwortliste.
Kein Ansprechpartner mit Namen und Foto. Keine Referenzen, keine Projektbeispiele, keine Kundenstimmen. Keine Zertifikate oder Innungsmitgliedschaft erwähnt. Die einzige vertrauensbildende Information ist eine kleine Fußzeile mit der Gründungszahl "Seit 2003".
Ohne Gesicht und ohne Nachweise wirkt der Betrieb austauschbar — gerade bei Handwerksleistungen, die Vertrauen in die eigenen vier Wände voraussetzen, ein entscheidender Nachteil gegenüber Wettbewerbern mit sichtbaren Referenzen.
Name und Foto des Inhabers ergänzen, 2–3 Referenzprojekte mit Bild und kurzer Beschreibung, Innungsmitgliedschaft sichtbar platzieren statt nur in der Fußzeile.
Die Kontaktseite ist über das Menü erreichbar, aber nirgendwo auf der Startseite gibt es eine direkte Handlungsaufforderung. Die Telefonnummer steht nur im Impressum. Das Kontaktformular ist lang (9 Felder) und fragt nach Informationen, die für eine erste Anfrage nicht notwendig sind.
Jede zusätzliche Hürde zwischen Interesse und Anfrage kostet Leads — ein langes Formular und eine versteckte Telefonnummer führen dazu, dass eilige Interessenten woanders anrufen.
Telefonnummer prominent im Header auf jeder Seite. Kontaktformular auf 3–4 Felder kürzen (Name, Telefon, Anliegen).
Der Slider funktioniert auf dem Smartphone nicht mehr korrekt. Texte sind auf kleinen Bildschirmen zu klein. Die Navigation bricht um und überlagert den Inhalt. Vermutlich kommen viele Besucher mobil, und erhalten damit einen noch schlechteren ersten Eindruck als am Desktop.
Eine überlagerte Navigation kann Besucher komplett von der Kontaktaufnahme abhalten — auf dem vermutlich meistgenutzten Endgerät ist die Seite faktisch nicht bedienbar.
Slider entfernen oder durch ein einzelnes, mobil getestetes Bild ersetzen. Navigation und Textgrößen gezielt für kleine Bildschirme prüfen und anpassen.
Die Website bindet Google Maps ohne Einwilligung ein. Ein Datenschutzhinweis ist vorhanden, bezieht sich aber noch auf veraltete Formulierungen. Kein Cookie-Hinweis, obwohl ein Tracking-Script geladen wird.
Das Laden von Drittanbieter-Diensten ohne vorherige Einwilligung gilt nach aktueller DSGVO-Rechtsprechung als abmahnfähig — unabhängig davon, ob es im Einzelfall bereits beanstandet wurde.
Einwilligung vor dem Laden von Google Maps ergänzen und den Datenschutzhinweis aktualisieren. Schlankere Alternative ohne Consent-Pflicht: ein statisches Kartenbild mit Link "In Google Maps öffnen".
Was als nächstes sinnvoll wäre
Auf Basis dieses Kurzchecks würde Webum folgende Schritte zur Verbesserung empfehlen:
- Startseite: klare Aussage in den ersten 3 Sekunden. Wer ist das Unternehmen, was bietet es an, für wen, wo? Das ist die wichtigste einzelne Verbesserung.
- Leistungsseiten: konkret und mit Beispielen. Badsanierung, Heizungsinstallation und Wartung als eigene Seiten mit Ablaufbeschreibung und 1–2 Projektfotos.
- Kontaktwege sichtbar machen. Telefonnummer prominent auf jeder Seite. Kontaktformular auf 3–4 Felder kürzen.
- Vertrauen aufbauen. Name und Foto des Inhabers oder Ansprechpartners. Innungsmitgliedschaft nennen. 2–3 Referenzprojekte mit Bild und kurzer Beschreibung.
- Mobile Darstellung beheben. Slider entfernen oder ersetzen. Navigation und Texte für kleine Bildschirme anpassen.
Empfohlener nächster Schritt
Für diesen Betrieb wäre der Webum Startcheck (290 EUR) der sinnvolle nächste Schritt, um eine vollständige Analyse mit konkretem Maßnahmenplan und Paketempfehlung zu erhalten. Der Startcheck ist bei einer späteren Beauftragung vollständig anrechenbar.
Alternativ käme direkt der Webum Betrieb in Frage, für Betriebe, die nicht erst analysieren wollen, sondern wissen, dass die Website grundlegend überarbeitet werden muss.
Hinweis: Dieses Beispiel ist fiktiv und dient ausschließlich der Illustration, wie ein Webum Kurzcheck strukturiert ist und worauf dabei geachtet wird. Ein echter Kurzcheck bezieht sich immer auf Ihre konkrete Website.